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Reiseziele

Unsere Kamera hat uns weit gebracht – von den staubigen Savannenpisten Südafrikas bis zu den stillen Fjordküsten Skandinaviens. Auf dieser Seite teilen wir unsere liebsten Reiseziele für Natur- und Wildtierfotografie, mit persönlichen Eindrücken, konkreten Tipps aus eigener Erfahrung und Empfehlungen, die wirklich funktionieren.


Südafrika – Wildtierfotografie im Herzen der Savanne

Kein Reiseziel hat uns fotografisch so geprägt wie Südafrika. Der Krüger-Nationalpark und die angrenzenden privaten Wildreservate sind für uns schlicht unübertroffen – eine riesige Bühne, auf der sich das wilde Afrika täglich neu inszeniert.

Krüger-Nationalpark

Mit über 800 Tierarten bietet der Krüger eine unglaubliche Vielfalt. Wir haben Löwen im ersten Morgenlicht fotografiert, Leoparden auf Akazienästen und Elefantenfamilien an trüben Wasserlöchern. Die südlichen Bereiche rund um den Sabie River sind besonders reich an Sichtungen, während der Norden ruhiger und ursprünglicher wirkt.

Unsere wichtigsten Tipps:

  • Beste Reisezeit: Mai bis September (südafrikanischer Winter) – weniger Vegetation, mehr Sichtungen
  • Licht: Die ersten zwei Stunden nach Sonnenaufgang und die letzte Stunde vor Sonnenuntergang sind Gold wert
  • Technik: Ein Bohnensack am Autofenster ersetzt jedes Stativ auf dem Fahrzeug
  • Brennweite: Wir arbeiten meist mit 400–600 mm; ein 2× Konverter ist oft nützlich

Sabi Sand Game Reserve

Direkt an den Krüger angrenzend und ohne Zäune verbunden, bietet das Sabi Sand einzigartige Off-Road-Erlebnisse mit speziell geschulten Rangern. Leoparden sind hier so häufig, dass wir an einem einzigen Tag drei verschiedene Individuen fotografieren konnten.

Weiterführende Informationen zu Fotosafaris im Krüger-Nationalpark bietet Fotonomaden – Fotosafari im Kruger Nationalpark.


Skandinavien – Vogelfotografie zwischen Fjord und Moor

Skandinavien ist für uns das europäische Gegenstück zur afrikanischen Safari – ruhiger, kühler, aber mit einer ganz eigenen Magie. Die weiten Landschaften, die langen Sommertage und die reiche Vogelwelt machen Schweden, Norwegen und Dänemark zu Pflichtzielen für jeden Vogelfotografen.

Falsterbo (Schweden)

Die Halbinsel an der Südspitze Schwedens ist einer der bedeutendsten Vogelzugkorridore Europas. Im Herbst ziehen hier Hunderttausende Vögel durch – Greifvögel, Singvögel, Enten und Limikolen. Wir haben am Leuchtturm von Falsterbo in einer einzigen Morgenstunde mehr als 15 verschiedene Greifvogelarten gezählt.

Hornborgasee (Schweden)

Jedes Frühjahr verwandelt sich der Hornborgasee in ein Naturspektakel: Tausende Kraniche rasten auf dem Weg in die Brutgebiete. Das Schauspiel der Balztänze bei Morgenröte – mit dem richtigen Licht – gehört zu den eindrucksvollsten Motiven, die wir je hatten.

Norwegen – Seevögel und Arktisches Licht

Die Vogelklippen der norwegischen Küste – besonders auf der Insel Runde – sind atemberaubend. Tölpel, Tordalken, Papageientaucher und Dreizehenmöwen in Millionenzahl brüten hier auf engem Raum. Das weiche, flache Licht der nordischen Sommernächte schafft eine Atmosphäre, die man mit keinem Filter der Welt nachbilden kann.

Unsere Empfehlung für Einsteiger: Schweden ist logistisch einfacher und günstiger als Norwegen. Die Website Natur Beobachtungen – Vögel in Schweden bietet eine gute erste Orientierung zu Beobachtungsplätzen.


Was beide Reiseziele verbindet

So unterschiedlich Südafrika und Skandinavien sind – beide lehren dasselbe: Geduld ist die wichtigste Ausrüstung. Wer bereit ist, still zu warten, das Licht zu lesen und die Natur nicht zu drängen, wird mit Bildern belohnt, die keine Fotoschule lehren kann. Wir freuen uns, wenn unsere Erfahrungen euch auf euren eigenen Reisen begleiten.